10 Tipps gegen die Höhenkrankheit in Cusco
Cusco liegt auf 3.400 Metern über dem Meeresspiegel. Das bedeutet: rund 30 % weniger Sauerstoff, als du von zu Hause gewohnt bist. Die meisten unserer Gäste spüren in den ersten Tagen etwas — leichte Kopfschmerzen, Müdigkeit, unruhiger Schlaf — und fast alle sind nach 48 Stunden gut akklimatisiert. Das sind die Tipps, die wir vor jeder Reise per WhatsApp verschicken.
1. Dein erster Tag in Cusco ist kein Tag für Touren
Ankommen, Koffer abstellen, langsam durch die Altstadt spazieren, leicht essen, früh schlafen. Keine Besichtigung von Sacsayhuamán, keine unnötigen Treppen. Genau deshalb planen wir für unsere Gäste am Ankunftstag nie ein Trekking ein.
2. Trink mehr Wasser, als du für nötig hältst
Drei bis vier Liter pro Tag. Die Höhenluft ist trocken und dehydriert dich, ohne dass du schwitzt. Praktischer Anhaltspunkt: Ist dein Urin nicht hell, fehlt dir Wasser.
3. Mate de Coca — ja. Aber kein Wundermittel
Der Kokablättertee hilft bei der Verdauung und gegen leichte Kopfschmerzen und gehört seit Jahrhunderten zur andinen Kultur. Du bekommst ihn in deinem Hotel oder in jedem Café. Wichtig zu wissen: Wer nach der Rückkehr Drogentests am Arbeitsplatz erwartet, sollte darauf verzichten — der Tee kann positiv auf Koka-Alkaloide anschlagen.
4. Die ersten zwei Tage: leichte Kost, kein Alkohol
Auch deine Verdauung arbeitet in der Höhe langsamer. Suppen, Quinoa, Fisch, Gemüse. Der Pisco Sour kann bis Tag drei warten — und schmeckt dann umso besser.
5. Sprich vor der Reise mit deinem Arzt über Acetazolamid
Acetazolamid (Diamox) beschleunigt die Akklimatisierung, wenn es vorbeugend eingenommen wird — ab 24 bis 48 Stunden vor dem Aufstieg. Es ist verschreibungspflichtig: Kläre das zu Hause, nicht erst in Cusco. Gegen gelegentliche Kopfschmerzen helfen Ibuprofen oder Paracetamol gut.
6. Wenn möglich: Schlaf zuerst im Heiligen Tal
Das Heilige Tal (Urubamba, Ollantaytambo) liegt auf 2.800 Metern — 600 Meter tiefer als Cusco. Wer dort die ersten Nächte verbringt, akklimatisiert sich spürbar sanfter. Diese Strategie empfehlen wir besonders Reisenden über 60 oder mit knappem Zeitplan.
7. Geh langsam — wörtlich gemeint
In Cusco gibt es überall Treppen. Geh im halben Tempo, das du gewohnt bist, besonders bergauf. Das ist keine Schwäche, sondern die Technik der Bergführer selbst. Wenn du außer Atem kommst: 30 Sekunden stehen bleiben, tief durchatmen, weitergehen.
8. Sauerstoffflaschen sind für Notfälle, nicht für den Alltag
In Apotheken und Hotels siehst du Sauerstoffdosen. Sie verschaffen kurzfristige Erleichterung, akklimatisieren dich aber nicht. Wer ständig Sauerstoff braucht, hat ein Warnsignal — keine Lösung.
9. Kenne die Alarmzeichen
Leichte Kopfschmerzen und Müdigkeit sind normal. Anhaltendes Erbrechen, Verwirrtheit, Atemnot im Ruhezustand oder bläuliche Lippen sind es nicht: Dann heißt es absteigen und ärztliche Hilfe suchen. In Cusco gibt es Kliniken mit Erfahrung in Höhenkrankheit — jedes Hotel hilft dir weiter.
10. Plane deine Route nach Höhenlage
Cusco (3.400 m) → Heiliges Tal (2.800 m) → Machu Picchu (2.430 m): Machu Picchu liegt tiefer, als die meisten denken. Anspruchsvolle Höhentouren — Laguna Humantay (4.200 m), Palccoyo (4.900 m), Salkantay — gehören frühestens auf Tag drei. Genau nach dieser Logik bauen wir unsere Reisepläne auf.
Fragen zu deiner Route und der Höhe? Bei Chakana Aventura Tours planen wir Reiseverläufe vom ersten Tag an mit Blick auf die Akklimatisierung. Schreib uns per WhatsApp an +51 997 067 147 — wir antworten innerhalb von 2 Stunden und helfen dir, deine Tage so zu ordnen, dass die Höhe dir die Reise nicht verdirbt.